Diakon Klaus Richter verstorben

Grab auf dem Lendringser Friedhof

Am Sonntagnachmittag, 5. August, starb ganz plötzlich und unerwartet unser hochgeschätzter und verehrter

Diakon Klaus Richter

auf dem Rückweg von seinen vielgeliebten „Salzburger Hochschulwochen“.

Klaus Richter gehörte im Jahr 1971 zu den ersten „Ständigen Diakonen“ im Erzbistum Paderborn. Damals hatte man extra die Weihe noch um einige Monate verschoben, damit Klaus Richter, als Jüngster im Weihekurs, das nötige Alter von 35 Jahren erreicht hatte. Von da an verrichtete er seinen diakonalen Dienst in der Lendringser St.-Josef-Gemeinde in der Zusammenarbeit mit den Pfarrern Johannes Kemper und Rupert Bechheim.

Vom Jahr 2003 an vergrößerte sich sein Arbeitsbereich um die Gemeinden in Hüingsen und Oberrödinghausen, 2011 kamen die Gemeinden des damaligen Pastoralverbunds Menden-Mitte dazu und 2013 ganz Menden. Seine Pensionierung als Ständiger Diakon mit Erreichen seines 75. Lebensjahres störte ihn immens, sodass er ganz stolz war, als der Erzbischof ihn 2017 wieder in den aktiven Dienst versetzte.

Neben seinem beruflichen und kirchlichen Engagement beschäftigte ihn besonders das Lauftherapiezentrum in Bad Lippspringe, wo er bis zuletzt als Dozent und Buchautor tätig war. Vor drei Jahren gelang es ihm noch, an der Universität von Südafrika mit einem homiletischen Thema promoviert zu werden.

Wir trauern als Kirchengemeinde und Pastoralverbund zusammen mit seiner Ehefrau Christel, seinen Kindern und Enkeln und all seinen Freunden.

R.i.P.


   Nachruf der Kolpingsfamilie Lendringsen

Die Kolpingsfamilie Lendringsen trauert um ihren Ehrenpräses Diakon Dr. Klaus Richter.

43 Jahre hat er die Kolpingsfamilie geistlich begleitet. Im Jahr 1975 wählte ihn die Mitgliederversammlung zum Nachfolger von Vikar Anno Brink zu ihrem Präses. Der damalige Diözesanpräses und spätere Weihbischof Manfred Grothe führte ihn in sein Amt ein.

30 Jahre später ernannte ihn die Kolpingsfamilie in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenpräses. Dieses Amt hatte er bis zu seinem plötzlichen Tod inne. Mit großer Sebstverständlichkeit nahm er an den Veranstaltungen der Kolpingsfamilie teil, und sein Wort hatte im Vorstand Gewicht. Noch vorige Woche, während der Salzburger Hochschulwoche, nahm er sich Zeit für Kolping.

43 Jahre hat er sich ohne viel Aufhebens um die Kolpingsfamilie verdient gemacht, er hat geistig und geistlich auf sie eingewirkt, mit einer Fülle von Themen immer wieder angeregt, nachdenklich gemacht, Bildungsaufträge erfüllt. Er hat Vorträge gehalten, z.B. über Entspannungsmethoden und über Fasten und gesunde Ernährung. Wochenendseminare und Klausurtagungen standen auf dem Programm. Die großen Jubiläen der Kolpingsfamilie hat er maßgeblich mit vorbereitet und gestaltet. Seine Bibelgespräche, unter dem Titel „Bibel teilen“, haben die Teilnehmer in Texte des Alten und Neuen Testaments geführt und Anlass für gewinnbringende Gespräche gegeben. Auch seine Predigten hat er wiederholt der Kolpingsfamilie und dem Anliegen Adolph Kolpings gewidmet.

Klaus Richter war der erste Präses in Lendringsen, der kein Priester war, sondern Ständiger Diakon. Das bedeutete, dass er ständig für die Kolpingsfamilie da war.

Die Kolpingsfamile Lendringsen ist Klaus Richter zu großem Dank verpflichtet. Erst in den folgenden Monaten wird offenbar werden, wie sehr er fehlt. Er hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird.