Krisen-Hotline der Caritas

Unbürokratische Hilfe und Zeit für Gespräche

Hotline der Mendener Caritas-Konferenzen:
02373 918726 
(17 Uhr bis 19 Uhr)

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ (Erich Kästner)
Dass helfen gut tut, erfahren derzeit sehr viele Menschen, die sich für ihre Mitbürger – auch hier in Menden – einsetzen. Ein „Gutmensch“ ist ein Mensch, der das Gute sucht, im Denken, Handeln und Tun. Und doch wurde das Wort „Gutmensch“ 2015 zum Unwort des Jahres gekürt. „Gutmenschentum“ gilt oft als naiv, dumm und weltfremd. Aber wie würde unser Leben derzeit aussehen ohne diese Menschen?

Ein Virus bestimmt unser Leben! Wir erleben einen noch nie gekannten Ausnahmezustand in unserer Gesellschaft:

  • Unsere sozialen Kontakte müssen eingestellt werden, unser selbstverständliches Miteinander – ob im Sportverein, in der Kegelrunde, in der Schule, am Arbeitsplatz, mit Freunden – unser gesellschaftliches Leben findet einfach nicht mehr statt.
  • Besuche von der Familie – zu Hause, im Altenheim, oder im Krankenhaus – sind aus verständlichen Gründen gestrichen.
  • Ratlosigkeit, Angst vor dem Unbekanntem, das auf uns zukommt, Abgeschnitten sein vom Leben da draußen machen sich breit.

Wie wird es weitergehen? Wie lange dauert dieser Zustand? Diese Fragen zeigen nur einige unangenehme Empfindungen, die uns tagtäglich bewegen.

Wie geht es gerade den älteren Mitmenschen, die zur besonderen Risikogruppe gehören, die alleine leben, die aber die digitalen Medien nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen können? Noch vor wenigen Wochen wurde argumentiert, dass durch die sozialen Medien die Menschen verlernen, miteinander zu reden, und zwischenmenschliche Beziehungen immer mehr verloren gehen.

Mit Corona hat sich dieses Bild vollständig verändert: Telefon, Skype, E-Mail, WhatsApp u. a. machen Kommunikation und Zusammenleben in dieser schwierigen Zeit überhaupt erst möglich. Schüler lernen online, Telefonkonferenzen halten Wirtschaftsbereiche aufrecht, Gläubige sind in WhatsApp-Andachten miteinander verbunden und es entstehen Netzwerke, an die vor einiger Zeit noch niemand gedacht hat. Durch diese gewaltigen Herausforderungen könnten Vorurteile abgebaut werden und neue Dinge entstehen.  Doch wie schnell werden wir „nach dem Virus“ wieder in alte Gewohnheiten zurückfallen…

Die Caritas-Konferenzen der Stadt Menden möchten in dieser Zeit der Coronabeschränkungen noch einmal besonders zeigen, dass Senioren, alleinlebende Mitbürger und Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden nicht vergessen sind. Wir versuchen, das aufrechtzuerhalten und auszugleichen, was wir auch sonst tun, nämlich nah an den Menschen zu sein.

Derzeit dürfen keine Hausbesuche gemacht werden, um alte und kranke Mitglieder unserer Gemeinden zu besuchen oder zu einem Jubiläum zu gratulieren. Auch Ostergrüße können nur per Post zugestellt werden, da es anders nicht möglich ist. Was wir aber in jedem Fall anbieten können, ist Zeit für ein Gespräch – Ihr Anruf ist gewünscht, wir nehmen uns Zeit!

Unter der Rufnummer 02373 918726 sind wir in der Zeit von 17 Uhr bis 19 Uhr für Gespräche zu erreichen. Sollte kein Kontakt zustande kommen, nutzen Sie bitte den Anrufbeantworter, wir rufen auf jeden Fall zurück!

Für die Caritaskonferenzen ist es selbstverständlich, dass Mitmenschen in schwierigen Situationen des Lebens unbürokratische, schnelle Hilfe und Unterstützung erfahren. So gibt es in jeder Kirchengemeinde des Pastoralverbundes Menden eine lokale Caritas-Konferenz oder zumindest einen eigenen Ansprechpartner. Sollten Sie hier unsere Hilfe benötigen, erfahren Sie die entsprechende Rufnummer im Katholischen Stadtbüro unseres Pastoralverbundes (Tel. 02373 2060).

 


Auch der Caritasverband Iserlohn-Hemer-Menden-Balve richtet eine Krisen-Hotline ein.

Das Corona-Virus stellt unser Leben auf den Kopf. Wir sollen das Haus nur noch für die wichtigsten Erledigungen verlassen und soziale Kontakte meiden. Viele Menschen haben Angst den Job zu verlieren, Freiberuflern und Selbstständigen bricht die Existenz weg, Eltern jonglieren zwischen Einkaufsmärkten und Home-Office. Kinderbetreuung wird zur Nervenprobe. Großeltern, die sonst gerne einspringen, sitzen nun isoliert zu Hause. Viele Menschen fühlen sich unsicher, machen sich Sorgen oder es fällt ihnen „die Decke auf den Kopf“.

Und genau jetzt, da viele Menschen verstärkt Rat und Unterstützung benötigen, müssen Beratungsstellen für den direkten persönlichen Publikumsverkehr schließen.

Klaus Ebbing (Caritas-Verband Iserlohn):
„Persönliche Freiheiten der Menschen untereinander sind extrem eingeschränkt und reglementiert. Familiäre Konflikte einerseits und Einsamkeit andererseits sind absehbar. In dieser außerordentlich kritischen Situation wollen wir den Menschen im Rahmen unserer Möglichkeiten trotzdem zielgenau das zur Verfügung stellen, was unsere Beraterinnen und Berater haben und können:

Wir haben Zeit für die Menschen, wir haben Fachwissen und allgemeine Informationen. Und wir können zuhören, beraten und vermitteln. Wertvolle Ressourcen, die in einer Krisensituation gefragt sind. Deshalb richten wir eine Caritas-Krisen-Hotline ein.

Die Hotline bietet keine juristische oder medizinische Fachberatung, keinen Lieferdienst und kein Ordnungsregulativ. Wir wollen Kommunikation herstellen, Sorgen aufnehmen, beraten, informieren und unterstützen. Wir rechnen mit vielfältigen Fragen angesichts der krisenbedingten Veränderungen im Alltagsleben.“

Die Hotline ist zu folgenden Zeiten besetzt:

Montag – Donnerstag: 09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:00 Uhr
Freitag: 09:00 – 12:00 Uhr

Die Nummern der Hotline lauten:

02373 3999784 – für Menden und Balve
02371 818636 – für Iserlohn und Hemer