Aktion #lichtfenster

Ein leuchtendes Zeichen der Hoffnung

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 22. Januar mit Blick auf die weiter andauernde Corona-Pandemie zur Aktion #lichtfenster aufgerufen, mit der er ein Zeichen der Anteilnahme und Solidarität mit allen Betroffenen setzen möchte:

Wir stellen ein Licht ins Fenster. Ein Licht der Trauer, ein Licht der Anteilnahme, ein Licht des Mitgefühls.

Für zu viele Menschen in unserem Land sind diese Corona-Wochen schrecklich dunkle Wochen. Viel zu viele müssen um Angehörige trauern. Viel zu viele kämpfen auf den Intensivstationen und in den Pflegeheimen um ihr Überleben. Viel zu viele müssen um geliebte Menschen bangen.

Diese Dunkelheit ist nicht abstrakt, nicht irgendwo weit entfernt. Sie trifft unsere Verwandten und Freunde, unsere Kollegen und Nachbarn, unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger – jeden Tag.

Wir stellen ein Licht ins Fenster, weil wir wissen: Überall in unserem Land leiden Menschen.

Wir trauern mit den Angehörigen. Wir wünschen den Kranken schnelle Genesung. Mit unseren ‚Lichtfenstern‘ rufen wir einander zu: Die Toten der Corona-Pandemie sind für uns keine bloße Statistik. Auch wenn wir ihre Namen, ihre Familien nicht kennen – wir wissen: Jede Zahl steht für einen geliebten Menschen, der uns unendlich fehlt.

Deutschland stellt ein Licht ins Fenster, weil jedes ‚Lichtfenster‘ uns miteinander verbindet. Unser Licht spendet Wärme, unser Licht zeigt Mitgefühl in einer dunklen Zeit. Stellen wir also ein Licht ins Fenster – und geben wir acht aufeinander.

Das #lichtfenster soll bis zur staatlichen Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemie, die Bundespräsident Steinmeier am 18. April in Berlin ausrichten wird, immer Freitagabend bis Samstagmorgen leuchten.

Auch Erzbischof Hans-Josef Becker und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, würdigen das Anliegen des Bundespräsidenten und hoffen auf die aktive Beteiligung vieler Menschen. Bischof Bätzing hat dazu ein Gebet verfasst, das beim Entzünden der Kerze gesprochen werden kann:

Gott, guter Vater,
du bist den Menschen nahe, in guten und in schweren Tagen.
Dein Licht leuchte auch jetzt, in diesen schweren Tagen und Wochen der Pandemie.
Lass dieses Licht Zeichen der Hoffnung für uns alle sein.
 
Wir beten für die Verstorbenen, die der Pandemie zum Opfer gefallen sind und für deren Angehörige.
 
Wir beten für die Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger, Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Krankenhäusern und Heimen.
Wir beten für die Kranken und Einsamen.
 
Sei du ihnen Licht.
 
Sei du uns Licht.
 
Herr gib unseren Verstorbenen die ewige Ruhe.
Und das ewige Licht leuchte ihnen.
Lass sie ruhen in Frieden. Amen.


Wichtiger Hinweis: Bitte lassen Sie offenes Feuer nicht unbeaufsichtigt. Auch elektrisch beleuchtete #lichtfenster bringen Licht in die Dunkelheit.